* 28. März 1897 in Mannheim-Waldhof
† 28. April 1977 in Mannheim
Der Vater des Wunders von Bern
Sepp Herberger war eine der faszinierendsten Figuren des deutschen Fußballs. Als Bundestrainer formte er eine Mannschaft, die bei ihrer ersten WM-Teilnahme nach dem 2. Weltkrieg 1954 in der Schweiz sensationell den Titel gegen Ungarn gewann. Der 3:2-Endspielerfolg, das „Wunder von Bern“, wurde später oft als eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik bewertet. Herberger führte die Nationalmannschaft von 1936 bis 1942 als Reichstrainer und von 1950 bis 1964 als Bundestrainer - in insgesamt 162 Länderspielen (92 Siege/26 Unentschieden/44 Niederlagen). Neben sportlichen Erfolgen machte der „Fußball-Philosoph“ durch schlichte Wahrheiten auf sich aufmerksam, die schnell in aller Munde waren. Etwa: „Der Ball ist rund“, „Der nächste Gegner ist immer der schwerste“ oder „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Biografen kamen zu dem Schluss, das Leben des in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Herbergers sei „ein Bildungsroman“ und „die Geschichte eines grandiosen sozialen Aufstiegs“, zu dem vor allem Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen beitrugen.
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Sepp Herberger (Mitte) und die Nationalmannschaft bei der WM-Vorbereitung 1954 in Frankfurt/M.
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Sepp Herberger führte die Nationalmannschaft in 162 Länderspielen
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