* 14. Januar 1936 in Münster
† 17. August 1999 in Münster
Erfolgreichster Dressurreiter der Welt
Mit sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen bei sechs Olympischen Spielen zwischen 1960 und 1988 war Dr. Reiner Klimke einstmals der erfolgreichste deutsche Olympia-Teilnehmer (inzwischen die Kanutin Birgit Fischer) und der siegreichste Dressurreiter der Welt. Höhepunkt seiner Laufbahn waren die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles mit Gold im Einzel sowie mit der Mannschaft, jeweils auf seinem erfolgreichsten Pferd Ahlerich. Zu den olympischen Erfolgen kamen sechs Weltmeister- und elf Europameistertitel. Seine Karriere begann bei der Military-EM 1957 in Kopenhagen mit Mannschafts-Silber und Platz vier in der Einzelwertung. 1959 startete Klimke als erster deutscher Dressurreiter nach dem 2. Weltkrieg wieder im Ausland und gewann in Thun/Schweiz eine Dressurprüfung. Danach folgte eine einmalige Laufbahn. 1988 wurde der Jurist in Seoul noch einmal Mannschafts-Olympiasieger und trug bei der Eröffnungsfeier die Fahne der bundesdeutschen Mannschaft. Ebenso waren Klimke Ehrenämter in Sport und Politik wichtig. Er gründete den Reitverein St. Georg, war Stadtrat in Münster und saß von 1991 bis 1995 im nordrhein-westfälischen Landtag, wo er mithalf, den Sport als Staatsziel in der Landesverfassung zu verankern. Klimke war Mitglied im Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Er initiierte den Nürnberger Burgpokal, setzte sich für die systematische Jugend-Förderung und nach der Wende 1990 für junge Dressurreiter der neuen Bundesländer ein.
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1987 nach dem Sieg im Dressur-Derby in Hamburg-Kleinflottbek
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Reiter-Legende: Dr. Reiner Klimke
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Bild: Hans Borchert