* 26. Oktober 1886 in Wernfels, Mittelfranken
† 9. Oktober 1918 in Croix Fonsommé, Frankreich
Erster Leichtathlet von Weltformat
Mit drei olympischen Medaillen war Johannes (Hanns) Braun der erste deutsche Leichtathlet von Weltformat und populärster deutscher Sportler der Jahre vor 1914. Nachdem er in Leipzig bei der Ausscheidung für die Olympischen Spiele mehrere deutsche Rekorde aufgestellt hatte, gewann Braun 1908 in London Bronze über 800 Meter und lief mit Arthur Hoffmann, Hans Eicke und Otto Trieloff zu Staffel- Silber. 1912 in Stockholm stockte der Läufer vom Münchner Sport-Club seine Olympiabilanz noch um Silber über 400 Meter auf (48,3 sec). Seine Bestzeit über 800 Meter lag bei 1: 53,2 min (1912). Nach den Olympischen Spielen von Stockholm zog sich Braun mehr und mehr zurück und widmete sich seinem Beruf als akademischer Bildhauer. Im 1. Weltkrieg war er ab 1914 Pilot in der Luftwaffe und starb als Leutnant bei einem Absturz 1918 kurz vor Kriegsende. Neben seinem Topstar-Status hatte Braun den Ruf eines kameradschaftlichen und bescheidenen Sportlers.
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Im 800-Meter-Zwischenlauf bei den Spielen1912 in Stockholm
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Das Siegerlächeln von Hanns Braun
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Bild: Hans Borchert