Rudolf Caracciola

* 30. Januar 1901 in Remagen
28. September 1959 in Kassel

Erfolgreichster Rennfahrer
der 1930er Jahre

In den 1930er Jahren war Rudolf Caracciola als dreifacher Europameister – mit dem Gewinn der heutigen Formel 1 gleichzusetzen – einer der besten Piloten der Welt und erfolgreichster deutscher Autorennfahrer. Schon sieben Jahrzehnte vor Michael Schumacher begeisterte ein Rheinländer die Motorsportfans. Caracciola war der erste Star in den „Silberpfeilen“ von Mercedes. Ein erster großer Sieg gelang ihm 1926 beim Großen Preis von Deutschland auf der Berliner Avus. Als ein Jahr später der Nürburgring eröffnet wurde, hieß der Sieger ebenso Caracciola. Danach feierte der als besonnen und klug geltende Fahrer Erfolge in ganz Europa und gewann insgesamt 27 bedeutende Rennen, darunter 15 Grand Prix und sechsmal den Großen Preis von Deutschland. Caracciola siegte bei der Mille Miglia (1931), dem 1000-Meilen-Rennen auf öffentlichen Straßen zwischen Rom und Brescia, und stellte zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde auf. Bereits 1929 zog Caracciola in die Schweiz, wo seine erste Frau Charlotte 1933 bei einem Lawinenunglück ums Leben kam. 1942 lehnte er den Wunsch der Nationalsozialisten ab, nach Deutschland zurückzukehren, woraufhin ihm die Rente gestrichen wurde. Auf seinem Denkmal im Geburtsort Remagen ist ein Zitat von Mercedes-Benz-Rennleiter Alfred Neubauer zu lesen: „Meiner Meinung nach ist, von allen Fahrern der ganzen Welt, Rudolf Caracciola der Größte gewesen.“
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