* 4. Mai 1928 in Köln
† 10. September 1961 in Monza
Erster Weltklasse-Rennfahrer
der Nachkriegszeit
Auf der Rennstrecke, auf der er zwei Stunden später erster deutscher Formel 1- Weltmeister hätte werden können, bezahlte Wolfgang Graf Berghe von Trips 1961 seine Motorsportbegeisterung mit dem Leben: In Monza verunglückte er als Führender des Championats mit seinem Ferrari. Bei dem Unfall starben 15 Zuschauer mit ihm. Angesichts der Tragödie hatten die Vizeweltmeisterschaft und die nach seinem Tod vorgenommene Wahl zum Sportler des Jahres eher symbolischen Wert. Nach einigen Motorradrennen begann Berghe von Trips seine Automobilkarriere 1953 auf einem Porsche. 1954 wurde er bereits Deutscher Meister und siegte in der GTKlasse der Mille Miglia. Den Triumphen in der Sportwagen-WM wie dem Sieg bei den 12 Stunden von Sebring 1956 folgte 1957 in einem Ferrari das Formel-1-Debüt beim Grand Prix von Argentinien in Buenos Aires. Bei seinem dritten Grand Prix in Monza kam er als Dritter ins Ziel. 1960 wurde er WM-Sechster, 1961 feierte er in den Niederlanden und in England seine beiden ersten und einzigen Grand Prix-Siege. Berghe von Trips galt als Visionär. Er machte den Rennsport durch sein Auftreten und seine Erfolge wieder salonfähig, kümmerte sich intensiv um den Nachwuchs, war Gründer des Deutschen Sportfahrer-Kreises und brachte den Go-Kart aus den USA nach Deutschland. Der Heimatverein von Michael und Ralf Schumacher ist nach ihm benannt.
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Wolfgang Graf Berghe von Trips 1961 in seinem Ferrari
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Sieger beim Großen Preis von England 1961
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Bild: Hans Borchert