* 22. September 1906 in Johanngeorgenstadt
† 10. Dezember 1991 in München
Erster deutscher Olympiasieger
im Ruder-Einer
Gustav Schäfer ging 1936 als erster und bis 1988 einziger deutscher Olympiasieger im Einer in die Rudergeschichte ein. Zunächst Schwimmer, kam Schäfer erst 1929 und verhältnismäßig spät zum Rudern. Den ersten großen Erfolg feierte „Gummi“ Schäfer 1934 als Deutscher Meister. Seinen Spitznamen hatte er sich schon beim Schwimmen als ursprünglicher Ersatzmann in einem 1500-Meter-Freistilrennen geholt. Überraschend gewann er, nachdem er sich an den Favoriten gehängt und ihn im Schlussspurt überholt hatte. Der verblüffte Favorit sagte danach: „Der Schäfer klebte zäh wie Gummi an mir“. 1934 wurde Schäfer Europameister im Einer, 1935 gewann er alle großen Rennen bis auf die Deutsche Meisterschaft. Vom Dresdner RV wechselte Schäfer 1936 zur Skullerzelle nach Berlin-Grünau. Das Training trug Früchte. Bei den Olympischen Spielen 1936 gewann er überlegen die Goldmedaille und trat nach den in 8:21,5 Minuten zurückgelegten 2.000 Metern auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn ab. Nach Krieg und russischer Gefangenschaft (bis 1947) war Schäfer Mitbegründer der Deutschen Olympischen Gesellschaft und zog für die olympische Idee werbend mit Filmgerät durch die Lande.
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Berlin Grünau 1936: Gustav Schäfer auf dem Weg zur Goldmedaille
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Interview nach dem Olympiasieg
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Bild: Hans Borchert