* 3. März 1918 in Weddinghusen/Holstein
† 8. Januar 2000 in Heide
Herausragender Springreiter
der 1950er Jahre
In den 1950er Jahren war Fritz Thiedemann gemeinsam mit Hans Günter Winkler der herausragende deutsche Springreiter. Dem Mannschafts-Olympiasieger von 1956 und 1960 gelang es bei den Olympischen Spielen 1952 als bisher einzigem Reiter der Welt, sowohl im Springen (Einzel) als auch in der Dressur (Mannschaft) eine Medaille, jeweils Bronze, zu gewinnen. 1953 ritt Thiedemann in Paris zu WM-Silber, 1958 wurde er in Aachen Europameister. Sein Name ist eng verbunden mit dem seinerzeit weltweit erfolgreichsten Springpferd Meteor, auf dem Thiedemann die meisten Titel errang. Schon zu Lebzeiten wurde Meteor vor dem Landwirtschaftsministerium in Kiel ein Denkmal gesetzt, in Deutschland ist der Name Meteor für Wettbewerbs-Pferde gesperrt. Die Karriere Thiedemanns begann 1947 mit zwölf Siegen. 1950 gewann er erstmals das Deutsche Springderby von Hamburg. 1951, 1954, 1958 und 1959 stockte er seine Bilanz in dieser schweren Prüfung auf fünf Siege auf. Mit seinen Erfolgen trug Thiedemann nach dem 2. Weltkrieg entscheidend dazu bei, dass Deutschland über den Sport wieder zu Ansehen kam. Vor 40.000 Zuschauern gewann er 1954 als erster Deutscher in London den King-George-Cup.
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Fritz Thiedemann 1956 auf Meteor in Stockholm
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Sportler des Jahres 1958
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Bild: Hans Borchert