* 24. Mai 1913 in Hückeswagen
† 20. Mai 1996 in München
Deutschlands einflussreichster Sportfunktionär nach dem Kriege
Als Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) gab der Sportfunktionär Willi Daume der olympischen Bewegung und dem deutschen Sport entscheidende Impulse. Seinem Einfluss waren nicht nur die gesamtdeutschen Olympiamannschaften von 1956 bis 1964 zuzuschreiben. Daume war auch verantwortlich dafür, dass das IOC in den 80er Jahren seinen Amateur-Paragraphen änderte und Profisportler bei Olympia zuließ. Er holte die Sommerspiele 1972 nach München und zeichnete für das Konzept der „heiteren Spiele“ verantwortlich. 1980 appellierte Daume vergebens gegen den Boykott der Moskauer Spiele. So vielseitig wie in der eigenen Sportkarriere (im Basketball nahm er 1936 an den Olympischen Spielen in Berlin teil, dadurch entging ihm Gold im Feldhandball), so vielseitig waren seine Ämter als Sportfunktionär: 1949 wurde Daume, der 1937 in die NSDAP eingetreten war, Präsident des Handball-Bundes, 1950 des Deutschen Sportbundes. Zeitweise parallel stand er ab 1961 auch dem NOK vor. Daume war der Ideengeber für die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die er 1967 mit begründete und deren Vorsitzender er zwischen 1988 und 1991 war.
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Willi Daume 1992 – Im deutschen Sport lief lange Zeit nichts ohne ihn
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1971: Willi Daume stellt das Olympia-Maskottchen „Waldi“ vor
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