* 10. März 1935 in Köln
Rekordhalter im Sprint
und im Ehrenamt
In den 1950er und 1960er Jahren zählte Manfred Germar zu den besten deutschen Sprintern. Nach den Olympischen Spielen 1956 von Melbourne, wo der dreifache Europameister als Schlussläufer der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel Bronze gewann, blieb er in 74 aufeinander folgenden Rennen ungeschlagen. Der Titel „Sportler des Jahres 1957“ war Ausdruck seiner damaligen Überlegenheit auf dieser Strecke. 1958 wurde er Europameister und lief im gleichen Jahr auch Weltrekord über 200 Meter. Germar blieb jedoch vom Pech nicht verschont. Kurz vor den Olympischen Spielen 1960 in Rom zwangen Verletzung und Kieferoperation zur Trainingspause. Außer Form, schied Germar früh aus und musste zusehen, wie seine Staffelkameraden ohne ihn Olympiagold holten. Zwei Bestleistungen bleiben Manfred Germar für immer: In der Hochzeit der Länderkämpfe wurde er von 1954 bis 1962 für Deutschland in 54 internationalen Wettkämpfen 123-mal eingesetzt. Zudem schrieb er im Ehrenamt Rekorde: Bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe arbeitete Germar über 40 Jahre ehrenamtlich im Gutachterausschuss. Niemand sonst gehörte so lange und ohne Unterbrechung diesem Gremium an. Über 30 Jahre wirkte Germar auch als Organisator des Leichtathletiksportfests „Weltklasse in Köln“ und war von 1978 bis 1997 Präsident des ASV Köln.
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Stockholm 1958: Die Sprintstaffel wird mit Schlussläufer Germar Europameister
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Goldene Sportpyramide 2003
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