Wie kein anderer prägte Hugo Budinger als Spieler, Trainer und Funktionär das Nachkriegs-Hockey. Mit der deutschen Mannschaft gewann der 58-fache Nationalspieler von Rot-Weiss Köln 1956 in Melbourne als Kapitän Olympia-Bronze. Ein Erfolg, mit dem niemand gerechnet hatte. Vorher hatte „Mister Hockey“ mit Ideen von einer Reise nach Pakistan den europäischen Hockeysport revolutioniert, etwa mit der Einführung des sogenannten Drehgriffs. Budinger, der zu jener Zeit bereits an der Deutschen Sporthochschule in Köln als Dozent arbeitete, nahm auch 1952 (Platz fünf) und 1960 (Platz sieben) an Olympischen Spielen teil.
Nach der aktiven Karriere war Hugo Budinger von 1961 bis 1969 Sportwart des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) und damit zugleich Bundestrainer. 1968 wurde die Nationalmannschaft unter seiner Führung Olympia-Vierter. Als er 1973 noch einmal einsprang, gewann sie WM-Bronze. Insgesamt diente er seinem Sport 26 Jahre lang als Sportwart und als DHB-Vizepräsident. Ab 1974 war Budinger Mitbegründer und bis zur Pension 1993 Leiter der Trainerakademie des Deutschen Sportbundes in Köln. 1979 promovierte er mit 52 Jahren in der Sportwissenschaft, 1990 wurde er aufgrund seiner Verdienste in Bewegungs- und Trainingslehre zum Professor ehrenhalber berufen. Budinger war Persönliches Mitglied des NOK und gehörte ab 1993 dessen Ältestenrat an. In den 1990er Jahren engagierte er sich auch für den Deutschen Golf Verband.
Hugo Budinger war Mitbegründer der Kölner Trainerakademie
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Mit Olympia-Bronze 1956 in Melbourne hatte niemand gerechnet
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Hugo Budinger prägte den deutschen Hockeysport
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