Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war Karin Janz die erfolgreichste Kunstturnerin und DDR-Sportlerin. Mit zwei Goldmedaillen am Stufenbarren und im Pferdsprung ist sie die einzige deutsche Doppel-Olympiasiegerin im Turnen. Zudem holte die Athletin vom SC Dynamo Berlin in München zwei Silbermedaillen im Mehrkampf und mit der Mannschaft sowie die Bronzemedaille am Schwebebalken. Schon 1968 in Mexiko-Stadt hatte sie Silber am Stufenbarren und Bronze mit der Mannschaft gewonnen. Bei der Europameisterschaft 1969 erturnte Karin Janz im schwedischen Landskrona (von der Presse in „Janzkrona“ umgetauft) vier von fünf möglichen Titeln: im Mehrkampf, im Pferdsprung, am Stufenbarren sowie am Schwebebalken. 1970 gewann sie den Weltmeisterschafts-Titel am Stufenbarren. An ihrem Lieblingsgerät zeigte Karin Janz 1971 den nach ihr benannten Grätschsalto.
1972 trat sie vom Leistungssport zurück, studierte Medizin, promovierte 1982 und habilitierte sich 1989 zum Thema des künstlichen Bandscheibenersatzes. Karin Büttner-Janz ist Miterfinderin der ersten künstlichen Bandscheibe für deren kompletten Ersatz. Dafür erhielt sie 1986 den Nationalpreis (3. Klasse) der DDR, 1987 die Ehrenmitgliedschaft der Amerikanischen Orthopädischen Gesellschaft für Sportmedizin sowie den Ehrenpreis des IOC „in Würdigung ihrer hervorragenden sportlichen und akademischen Laufbahn“. Nach vielen Jahren der Tätigkeit als Chefärztin in verschiedenen Berliner Krankenhäusern gründete Prof. Dr. Karin Büttner-Janz im Sommer des Jahres 2012 die „Büttner-Janz Wirbelsäulenstiftung“ mit der Zielstellung, noch Unbekanntes zur Wirbelsäule Schritt für Schritt herauszufinden und für den Menschen nutzbar zu machen.