Heinz Fütterer

* 14. Oktober 1931 in Illingen
 

Der weiße Blitz

 
 
 
Der dreifache Europameister Heinz Fütterer drang in den frühen 1950er Jahren als erster Europäer über 100 Meter in die Phalanx der US-amerikanischen Sprinter ein. Zu seiner Zeit wurde er „der weiße Blitz“ genannt. Nachdem er die Olympischen Spiele 1952 verletzungsbedingt verpasst hatte, wurde Fütterer 1954 in Bern Europameister über 100 (10,5 Sekunden) und 200 Meter (20,9 Sekunden). Am 31. Oktober 1954 lief er im japanischen Yokohama die 100 Meter in handgestoppten 10,2 Sekunden. Damit stellte er den Weltrekord von Jesse Owens ein und lief neuen Europarekord. Am Ende des Jahres wurde er von den Sportjournalisten zum Sportler des Jahres gewählt.
 
Von 1953 bis 1955 blieb der für den Karlsruher Sportclub startende Fütterer unbesiegt. Nach verletzungsbedingtem Trainingsrückstand schied er bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne im 100-Meter-Zwischenlauf aus, gewann aber eine Bronzemedaille mit der deutschen Sprintstaffel. Mit dieser feierte er 1958 in Stockholm seinen dritten Europameister-Titel und lief am 29. August 1958 in Köln Weltrekord (39,5 Sekunden). So „vergoldete“ er seinen Rücktritt im gleichen Jahr.
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