Armin Hary lief als erster Mensch die 100 Meter in 10,0 Sekunden. Im Züricher Letzigrund gelang ihm am 21. Juni 1960 die Sensation: Nach einem angeblichen Fehlstart legte er 35 Minuten später im Wiederholungslauf die 100 Meter erneut in der neuen Weltrekordzeit zurück – und das auf einer Aschenbahn. Zweieinhalb Monate später gewann der Doppel-Europameister von 1958 auch bei den Olympischen Spielen in Rom über die 100-Meter-Strecke (10,2 Sekunden) sowie in neuer Weltrekordzeit in der Sprintstaffel mit Bernd Cullmann, Walter Mahlendorf und Martin Lauer (39,5 Sekunden). Die zuerst ins Ziel gekommene US-amerikanische Staffel war wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert worden.
Armin Harys sportliche Laufbahn währte nicht lange: Nach einer Knieverletzung bei einem Autounfall sowie einem Streit mit Funktionären samt nachfolgender Sperre durch den Deutschen Leichtathletik-Verband beendete er im Mai 1961 seine Karriere. 2004 gründeteArmin Hary eine Initiative zur Förderung jugendlicher Sporttalente (AHA-F), die bundesweit auf kommunaler Ebene lokale Sportvereine und Unternehmen zusammenbringt, um aus den einzelnen Kommunen je drei Sporttalente aus sozial schwacher Umgebung zu fördern.