Im deutschen Eisschnelllauf der Männer nahm Erhard Keller fast ein Jahrzehnt lang eine Ausnahmestellung ein: 1967 verbesserte er den Weltrekord über 500 Meter auf 39,5 Sekunden, 1968 wurde er in Grenoble Olympiasieger, 1970 siegte er in Innsbruck bei der Vierkampf-Europameisterschaft über 500 Meter, 1971 gewann er in Inzell die Sprint-Weltmeisterschaft und bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo wiederholte Erhard Keller auf seiner Spezialstrecke über 500 Meter als erster deutscher Wintersportler einen Olympiasieg. Einen Monat später lief er am 4. März 1972 in Inzell drei Weltrekorde, über 500 Meter (38,0 Sekunden), 1000 Meter (1:18,5 Minuten) und im Sprintvierkampf. Damit beendete der Athlet vom DEC Frillensee-Inzell seine Amateurlaufbahn. Der zweifache Olympiasieger wechselte in eine Profiliga, gewann dort 1973 alle zehn Veranstaltungen.
Als Profi konnte Erhard Keller an den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck nicht mehr teilnehmen. 1977 siegte er noch einmal bei der Deutschen Meisterschaft. Nach der sportlichen Laufbahn machte er auch beruflich Karriere: als Fernsehmoderator (unter anderem „Aktuelles Sportstudio“, „Spiel ohne Grenzen“) und mit seiner Zahnarztpraxis.
Ausnahmeathlet auf dem Eis
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Dr. Erhard Keller holte 1968 und 1972 Olympia-Gold
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Ausnahmeathlet auf dem Eis: Dr. Erhard Keller
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