Ingrid Krämer-Gulbin

* 29. Juli 1943 in Dresden
 

Die goldene Wasserspringerin

 
 
1960 beendete die Wasserspringerin Ingrid Krämer in Rom die seit 40 Jahren bei Olympischen Spielen anhaltende Siegesserie der US-Amerikanerinnen und gewann das Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett ebenso wie das Turmspringen aus zehn Metern Höhe. Daraufhin wurde die Athletin vom SC Einheit Dresden nicht nur in der DDR, sondern auch in der Bundesrepublik zur Sportlerin des Jahres gewählt. Vier Jahre später, 1964 in Tokio, trug sie als Ingrid Engel-Krämer bei der Eröffnungsfeier die Fahne der gesamtdeutschen Mannschaft. Sie gewann in Japan erneut die Goldmedaille vom Drei-Meter-Brett sowie mit einer Schulterverletzung Silber vom Zehn-Meter-Turm. Zwei Jahre zuvor war sie in beiden Disziplinen Europameisterin geworden.
 
Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1968 behinderte sie eine Gelbsucht monatelang in der Vorbereitung. Dennoch erreichte sie in Mexiko-Stadt mit Platz fünf vom Drei-Meter-Brett die beste Platzierung der deutschen Wasserspringer. Nach ihrer Karriere arbeitete die erfolgreichste deutsche Wasserspringerin als Trainerin und betreute unter anderem Martina Jäschke (Olympiasiegerin 1980) und Jan Hempel (Olympiazweiter 1996). Im Jahr 1975 wurde Ingrid Krämer-Gulbin als erste DDR-Athletin in die Hall of Fame des internationalen Schwimmsports aufgenommen.
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