In der Bundesrepublik war Willy Kuhweide jahrzehntelang das Synonym für den Segelsport. Der erste große internationale Erfolg gelang ihm 1960 als Europameisterschafts-Zweiter im Finn-Dinghy. Ein Jahr später wurde er Europameister, 1963 dann Weltmeister. Für Olympia 1964 erhielt der Athlet vom Verein Seglerhaus am Wannsee erst in letzter Sekunde die Nominierung: Der Ostberliner Bernd Dehmel gewann das deutsch-deutsche Ausscheidungsrennen, doch dieses wurde vom IOC unfairer Attacken wegen annulliert. Erst kurz vor dem Start erfuhr Kuhweide, dass er am olympischen Rennen in Enoshima teilnehmen durfte – und gewann dann trotz Mittelohrentzündung Gold. Zwei Jahre später siegte er erneut bei den Weltmeisterschaften und wiederholte diesen Triumph 1967. Nachdem er 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko keine vordere Platzierung erreicht hatte, holte er 1972 im Starboot-Wettbewerb vor Kiel seine zweite olympische Medaille und im gleichen Jahr auch seinen vierten WM-Titel.
Willy Kuhweide wurde in seiner Karriere zudem dreimal Europameister und gewann zehnmal bei der Kieler Woche. Er startete bei fünf Olympischen Spielen, 1984 war er in Los Angeles bei der Eröffnungsfeier Fahnenträger der westdeutschen Mannschaft. Im Zivilberuf arbeitete Kuhweide als Pilot und leitete von 1989 bis 1994 die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Phoenix/Arizona.
Willy Kuhweide gewann 1964 Olympia-Gold
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Willy Kuhweide 1966 im Finn-Dinghy auf dem Berliner Wannsee
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Kuhweide war Olympiasieger und viermal Weltmeister
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