Martin Lauer

* 2. Januar 1937 in Köln
 

Leichtathlet zwischen Höhen und Tiefen

 
 
 
Bis zum Jahr 1960 lief seine Karriere wie geschmiert: Martin Lauer vom ASV Köln war als Hürdensprinter und Zehnkämpfer herausragend. 1956 stellte er Junioren-Weltrekorde in beiden Disziplinen auf und holte bei den Olympischen Spielen als 19-Jähriger Vierter Platz vier und fünf. 1958 gewann er den EM-Titel über 110 Meter Hürden und lief mit der deutschen Sprintstaffel Weltrekord, 1959 verbesserte er in Zürich binnen 45 Minuten die Weltrekorde im Hürdensprint (13,2 Sekunden) sowie über 200 Meter Hürden und schraubte den deutschen Zehnkampfrekord auf 7955 Punkte. Für Olympia 1960 war er der Hürden-Goldkandidat, doch eine Knochenhautentzündung im Fußgelenk verhinderte den Start. Dieser Probleme wegen konzentrierte er sich in Rom auf die Sprintstaffel und gewann mit ihr in Weltrekordzeit die Goldmedaille. Bei der späteren medizinischen Behandlung führte eine nicht sterile Spritze zu einer lebensbedrohenden Blutvergiftung. Die Amputation des linken Beins konnte gerade noch verhindert werden, der fast einjährige Krankenhausaufenthalt beendete jedoch die sportliche Karriere.
 
Beruflich wurde Martin Lauer ein erfolgreicher Diplom-Ingenieur, arbeitete als Journalist und machte Karriere als Sänger mit mehreren Millionen verkauften Schallplatten. 2002 wählte ihn das Nationale Olympische Komitee zum Persönlichen Mitglied.
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