In England gilt Bert Trautmann als größter deutscher Fußballer. 1945 in Kriegsgefangenschaft geraten, blieb er auf der Insel und stand von 1949 bis 1964 545-mal im Tor von Manchester City. Anfängliche Feindseligkeit parierte Trautmann mit Leistung. Zur Legende wurde der Torwart 1956: Schon vorher zu Englands Fußballer des Jahres gewählt, spielte er im FA-Cup-Finale nach einer Rettungsaktion ab der 75. Minute mit einem gebrochenen und vier ausgerenkten Halswirbeln und sicherte den 3:1-Sieg. Er überstand die schwere Verletzung und wurde 1960 sogar zum Kapitän der englischen Ligaauswahl bestimmt, eine besondere Auszeichnung.
Bert Trautmann war ein Weltklasse-Torhüter, spielte jedoch nie für die deutsche Nationalmannschaft, da Bundestrainer Herberger keine „Legionäre“ einsetzte. In den 1970er Jahren arbeitete er als Fußball-Entwicklungshelfer unter anderem in Birma, Tansania, Liberia, Pakistan und im Jemen. Im Jahr 2008 ehrte ihn der Deutsche Fußball-Bund mit seiner höchstmöglichen Auszeichnung, der DFB-Nadel mit Brillant.
Ein Weltklasse-Torhüter
Foto: dpa Picture-Alliance GmbH
Parade von Bert Trautmann von Manchester City 1955 im Cupfinale im Londoner Wembley-Stadion beim 1:3 gegen Newcastle United
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Ein Weltklasse-Torhüter
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