Für einige Jahre war Liesel Westermann der Star der bundesdeutschen Leichtathletik. 1967 gelang ihr der erste Diskuswurf einer Frau über 60 Meter (61,26 Meter). Damit war sie zugleich die erste deutsche Wurfweltrekordlerin nach dem 2. Weltkrieg. In den Jahren 1968 und 1969 verbesserte sie den Weltrekord noch dreimal. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt machte der zweimaligen Sportlerin des Jahres der Regen einen Strich durch die Rechnung. Die Rumänin Manoliou hatte das Glück eines Versuchs im Trockenen. Westermann wurde Zweite, ebenso wie bei den Europameisterschaften 1966 und 1971. In München wurde sie 1972 Olympia-Fünfte.
Liesel Westermann (nach Heirat 1978 Westermann-Krieg) startete für die Vereine TuS Sulingen, Hannover 96 und (ab 1967) TSV Bayer 04 Leverkusen. Sie sprach sich stets gegen Doping aus, wurde einst als letzte ungedopte Diskus-Weltrekordlerin bezeichnet und war später Mitglied der Anti-Doping-Kommission von DSB und NOK. Nach ihrer sportlichen Karriere arbeitete sie als Lehrerin und wurde dann Referentin für Schulsport und Gesundheitserziehung im niedersächsischen Kultusministerium.
Zweimal Sportlerin des Jahres
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Liesel Westermann warf mehrmals Weltrekord
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Liesel Westermann-Krieg war zweimal Sportlerin des Jahres
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