Leitgedanke und Kriterien
Die Hall of Fame des deutschen Sports ist ein Forum der Erinnerung an Menschen, die durch ihren Erfolg im Wettkampf und durch ihren Einsatz für die Ideen des Sports Geschichte geschrieben haben.
Der Deutschen Sporthilfe als Initiator ist bewusst, dass diese Einrichtung aufgrund der besonderen Geschichte Deutschlands eine ganz besondere Herausforderung ist. Mit der Hall of Fame des deutschen Sports ist ein Erinnerungs- und Aufklärungsprozess in Gang gekommen, der auch unangenehme Wahrheiten nicht verschweigen soll.
„Der Sport ist in ganz besonderer Weise geeignet, über das kollektive Gedächtnis historisches Bewusstsein zu bilden“, hat der Historiker Thomas Mergel bei der Gründungsfeier 2008 gesagt. Dieser Verantwortung stellt sich die Sporthilfe: Damit die Geschichte des deutschen Sports und seiner großen Persönlichkeiten im Gedächtnis unseres Landes bewahrt bleibt, und damit wir aus den Diskussionen über die Vergangenheit für die Zukunft des Spitzensports lernen.
„Eine Hall of Fame hat einen anderen Sinn, als könnte sie ein gerechtes Urteil über die Geschichte des Sports sprechen“, deutet der Philosoph Gunter Gebauer, Redner bei der Neuaufnahme von Mitgliedern 2011. Gebauer sieht die Hall of Fame des deutschen Sports als Brücke zwischen dem Land, seinen herausragenden Sportlern und dem Gedächtnis seiner Bürger. „Ein Gedächtnis, das die kleinen Geschichten unseres privaten Lebens durch die Vermittlung der Sportgeschichten mit der großen Geschichte zu einem festen Knoten zusammenbindet.“
Sportliche Vorbilder und die Erinnerung an ihre großen Erfolge sind Motivation für die nachfolgenden Generationen, sich dem Leistungssport zu verschreiben. Deswegen fördert die Deutsche Sporthilfe den Dialog über die Vergangenheit. Sie ist sich bewusst, dass viele Fragen schwer zu beantworten sind. Doch die Auseinandersetzung mit ihnen stellt sicher, dass die Sporthilfe-Botschaft – „Leistung. Fairplay. Miteinander.“ – im Sport ihre Gültigkeit behält.
Zum Download:
Rede von Prof. Dr. Thomas Mergel (Humboldt-Universität Berlin) bei der Gründungsfeier am 6. Mai 2008 in Berlin: „Erinnerung und historisches Bewusstsein: Sportgeschichte als deutsche Geschichte.“
PDF, 159 KB.
Rede von Prof. Dr. Gunter Gebauer (Freie Universität Berlin) bei der Aufnahme von 21 neuen Mitgliedern am 20. Mai 2011 in Berlin zum Themenfeld Gedächtnis, Erinnerung, Geschichte, Vorbilder.
PDF, 171 KB.
Vorwort von Dr. Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe, für die 3. Auflage der Broschüre zur Hall of Fame des deutschen Sports.
PDF, 174 KB.
Die komplette Broschüre zur Hall of Fame des deutschen Sports (3. Auflage, September 2011).
PDF, 3,6 MB.
Die Galerie der Hall of Fame des deutschen Sports
Von den Mitgliedern der Hall of Fame des deutschen Sports hat der Bensheimer Künstler Hans Borchert individuelle Portraitgemälde angefertigt. Sie werden als Wanderausstellung in verschiedenen Städten Deutschlands präsentiert.
7. Februar 2009: Wiesbaden, Ball des Sports
7. Oktober 2009: Frankfurt, Westhafen Pier
19. bis 29. November 2010: Schweinfurt, Foyer Hotel Mercure
22. März 2011: Frankfurt, Literaturhaus
20. Mai 2011: Berlin, Hotel Adlon
26. Mai bis 26. Juni: Gera, Stadtmuseum
1. bis 30. Oktober 2011: Dresden, Centrum-Galerie
11. bis 21. November 2011: Bad Neustadt, Rhön-Klinikum
25. März bis 1. April 2012: Dortmund, Westfalenhalle
10. Mai bis 14. Juni 2012: Heilbronn, VHS
26. September bis 21. Oktober 2012: Leverkusen, BayKomm
23. Januar bis 14. Februar 2013: Wiesbaden, Rathaus